Kl. 10 c: Viva Colonia – Abschlussfahrt nach Köln

 

 

Am ersten Tag in Köln verbrachten wir viel Zeit in der Stadt. Nachdem wir unsere Zimmer in der Jugendherberge bezogen hatten, fuhren wir etwa um zwei Uhr mit der U-Bahn in die Stadt. Zuerst steuerten wir verschiedene Stationen an, um unseren Hunger zu stillen. Anschließend durchstreiften wir die Innenstadt und verschafften uns einen ersten Eindruck. Später waren wir im „Farina“- Duftmuseum, wo wir eine Führung machten. Man erzählte uns viel über die Geschichte des Hauses sowie über das berühmte „Eau de Cologne“. Hier wurde mit der gängigen Annahme aufgeräumt, dass es sich bei dem Duftwasser „4711“ um das typische Eau de Cologne handelt. Danach hielt man uns verschiedene Essenzen unter die Nase, bei denen wir dann erraten sollten, um welche Duftessenz es sich dabei handelt. Wer hätte gedacht, dass man aus dem getrockneten Erbrochenen eines Wales (nein, das ist kein Irrtum) einen wohlriechenden Duft kreieren kann.

Nach der Führung bekamen wir noch ein kleines Fläschchen Eau de Cologne geschenkt. Danach teilte sich die Klasse in Gruppen auf. Viele entschieden sich, die Läden der Innenstadt Kölns aufzusuchen, bevor es wieder zurück zur Jugendherberge ging.

 

 

Nachdem wir dort unser Abendessen zu uns genommen und ein wenig Zeit auf unseren Zimmern verbracht hatten, durften wir alle spät abends wieder in die Stadt fahren.

Die Klasse teilte sich in Gruppen auf und so gingen wir durch die hell beleuchtete Stadt. Eine Gruppe setzte sich schön in ein Café und plauderte sehr entspannt. Das gemütliche Beisammensein gefiel uns gut..

Die Sportverrückten unserer Klasse machten sich auf den Weg zu einem Fitnessstudio und wieder andere waren in einem Brauhaus. Ein paar von uns suchten in der Stadt nach einem Laden, der noch geöffnet hatte, um dort noch einen kleinen Vorrat für die Nacht  zu kaufen. In der Einkaufszone angekommen wurden sie fast von den dort arbeitenden Reinigungsfahrzeugen überfahren. Sie mussten regelrecht vor ihnen weglaufen, das war eigentlich sogar ganz spaßig. Danach machten sich fast alle Gruppen auf den Weg zum Rhein (Wo R(h)ein – da R(h)ein).

Wir setzten uns dort auf eine Treppe und genossen den Moment. Die Stadt war zu der Uhrzeit immer noch recht warm und wir saßen bis zum Treffen mit Frau Dirkmorfeld und Frau Jostes noch dort. Am Ende machten wir uns wieder auf den Weg zur Jugendherberge und ließen den restlichen Abend bei diversen Gesprächen ausklingen.

 

Am Donnerstag, dem zweiten Tag unserer Klassenfahrt, stand eine Stadt- und Domführung auf dem Programm. Sie dauerte fast zwei Stunden, war aber sehr interessant. Als die Stadtführung zu Ende war, hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Einige gingen ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Shoppen in Köln nach, andere zogen es vor, etwas zu essen. Danach stand auch das Besorgen von wichtigen Dingen auf dem Plan, so kam Steffen zu exklusiven neuen Schuhen, und für Lenas Bruder wurde ein schönes Geschenk gefunden. Einige von unserer Gruppe hatten leider nicht so viel Ausdauer beim Einkaufen und fuhren zurück zum Hostel. Aber Jona wollte unbedingt noch den Dom besteigen. So entschlossen wie sie war, liefen wir dann tatsächlich den Dom hoch. 533 Stufen überwanden wir mit einer Menge Energie. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Es war eine so schöne Aussicht von oben. Für einen kurzen Moment vergaßen wir sogar, dass wir die ganzen 533 Stufen wieder hinuntergehen mussten.😓😞 Mit Laune und Motivation liefen wir dann die Stufen wieder hinab und fuhren zurück zum Hostel. Eine kalte Dusche folgte und uns ging es gleich viel besser.

Das war ein Tag, den wir so schnell nicht vergessen.

 

Eine Zugfahrt kann lustig sein ...

Oder auch nicht.

 

Am Donnerstag fuhr die gesamte Klasse 10 c mit der U-Bahn zu einem Improvisationstheater im Stollwerckhaus in Köln. Wir waren mit der U-Bahn nicht richtig schnell unterwegs, denn die erste Bahn fuhr uns tatsächlich vor der Nase weg und die nächste fiel wegen eines Wagenschadens aus. Die Zeit drängte also, da wir den Beginn des Programms nicht verpassen wollten.

Aber Frau Dirkmorfeld telefonierte mit den Verantwortlichen und sie versprachen, uns auch verspätet noch in den Saal zu lassen. Sie wollten sich derweil überlegen, wie sie uns ins Programm „einbauen“ könnten. Endlich im Theater angekommen wurden wir sofort mit einem großen Applaus und guter Stimmung begrüßt, da wir ja schon erwartet wurden. Nachdem uns hingesetzt hatten und über die Show informiert worden waren, ging sie auch schon los. Das Publikum konnte sich in die Show einbringen und Begriffe nennen, die das Team der ImproVisaToren nutzte, um daraus kleine Sketche zu kreieren. Am Anfang der Show fielen sofort zwei Personen auf, die sich die Komiker bis zum Ende der Show merkten. Eine war Marcel, den die ImproVisaToren  aber mit Steffen verwechselten. Die Show war sehr amüsant, weil man sich eben selbst einbringen konnte, und davon machten wir reichlich Gebrauch. So sang Horst-Uwe aus Bielefeld ein Lied über „Backofenpommes“. Den Refrain „Ich bin meilenweit gelofen, für Pommes aus dem Backofen“ tragen wir für immer ins unseren Herzen und erinnern uns an die schöne Zeit.

Barbie und Ken konnten aufgrund ihrer starren Gelenke in ihrem Film nicht zusammenkommen und Sissy rockte mit ihrem Franzl so richtig hart ab. Am Ende der Show wurde Marcel nach vorn gebeten, da er bei einem der Sketche mitwirken durfte. Er sollte noch eine andere Person auswählen, und nachdem die Rufe nach Frau Dirkmorfeld mit einem ,,Ich kann nicht, ich muss filmen!“ gekontert wurden, musste Frau Jostes dran glauben und auf die Bühne kommen. Marcel und Frau Jostes mussten je einen der Komiker ,,steuern“, indem sie die Arme und Beine griffen. Die beiden lieferten eine gute Show ab und das Publikum lachte viel. Zum Schluss gab es natürlich  noch einen großen  Applaus für das Team der ImproVisaToren. Wir machten uns auf den Weg aus dem Stollwerckhaus zurück zum Hostel. Insgesamt war das Theater ein sehr gelungener und lustiger Abend.

 

Gotisch oder romanisch?

Polaroid – wie früher

Echte Fründe

 

Am letzten Morgen begaben wir uns, nachdem wir unsere Zimmer verlassen hatten, in den zwei S-Bahn Stationen entfernten Kölner Zoo, worauf sich einige von uns besonders gefreut hatten. Unsere Gruppe von vier Leuten begab sich auf die Erkundung des Zoos. Da das Hauptbesichtigungsziel darin bestand, möglichst schnell zu den Pinguinen zu gelangen, schenkten wir den anderen Tieren nur mäßige Aufmerksamkeit. Wir mussten direkt ein Selfie machen!

Nachdem wir bei den Pinguinen gewesen  waren, schauten wir uns noch die Elefanten an. Pascal fand diese am interessantesten. Dann bummelten wir eine Stunde weiter an den verschiedenen Gehegen und unter anderem an den Krokodilen vorbei. Schließlich aßen wir eine Kleinigkeit,  bevor wir uns auf den Rückweg begaben. Am Ausgang trafen wir Frau Dirkmorfeld und Frau Jostes wieder, die sehr enttäuscht war, da sie die Bay-Giraffe, die zwei Wochen zuvor erst geboren worden war, nicht sehen konnte.

Ach ja, dafür haben wir den Geißbock „Hennes“ vom FC Köln (leider) auch gesehen.

Unser Hostel in Köln-Rhiel war sehr modern ausgestattet und gepflegt. Unsere Klasse war auf Etage 3 und 4 verteilt. Während die anderen Besucher der Jugendherberge sich mit einem normalen Zimmer zufrieden geben mussten, hatten wir das Glück, Familienkomfortzimmer zu belegen. Auf jedem Zimmer befanden sich jeweils ein Doppelbett und ein Hochbett sowie ein eigenes Bad und zudem hatten wir einen Fernseher und einen schönen Ausblick auf die Natur. Der Rhein wurde allerdings von hohen Bäumen verdeckt.

Das Frühstück und Abendessen, das wir gebucht hatten, wurde als Buffet angeboten, welches eine große Auswahl bot. So konnte sich jeder das zusammenstellen, was ihm am besten schmeckte.

Am letzten Abend wurden wir von Zimmer 430 mit einem freundlichen Seufzen empfangen. Bald aber bemerkten wir, dass wir vier Mädchen alle unseren Zimmerschlüssel im Zimmer vergessen hatten und deshalb einen Schlüssel von der Rezeption holen mussten. Als wir erschöpft vom Tag und der Aufregung um halb 12 endlich unser Zimmer betreten konnten, stellten wir entsetzt fest, dass wir das Fenster offen und gleichzeitig das Licht angelassen hatten und diverse Insekten und übergroße Spinnen an unseren Wänden an der Decke und auch auf unseren Betten krabbelten und flogen. Schlagartig  wurde uns bewusst, dass wir dort nicht schlafen konnten. Floyd, unser Held, nahm uns die Angst und beichtete es den noch gut gelaunten Lehrern, die das Insektenproblem wohl zuerst nicht so ernst nahmen. Aber bei Erfassen der Situation stimmten sie mit uns überein, dass das Zimmer für die Nacht nicht zu bewohnen war. Nach vielerlei Überlegungen, wo wir vier Mädchen nun die Nacht verbringen könnten, blieb nur eine vernünftige übrig. Frau Jostes war so großzügig und zog zu Frau Dirkmorfeld ins Zimmer, die sie nett aufnahm, und übergab uns ihr Zimmer.

 

 

Nachtschwärmer

 

Text: Klasse 10c

Fotos: Klasse 10c

 

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